Archive for November, 2007

Winter…

geschrieben in Poemas am 26 November 2007 - 11:18 Uhr

Joseph von Eichendorff (1788-1857)

Wie von Nacht verhangen,
Wusst nicht, was ich will,
Schon so lange, lange
War ich totenstill.

Liegt die Welt voll Schmerzen,
Will’s auch draußen schnein:
Wache auf, mein Herze,
Frühling muss es sein!

Was mich frech wollt fassen,
‘s ist nur Wogenschaum,
Falsche Ehr, Not, Hassen,
Welt, ich spür dich kaum.

Breite nur die Flügel
Wieder, schönes Ross,
Frei lass ich die Zügel,
So brich durch, Genoss!

Und hat ausgeklungen
Liebeslust und Leid,
Um die wir gerungen
In der schönsten Zeit;

Nun so trag mich weiter,
Wo das Wünschen aus -
Wie wird mir so heiter,
Ross, bring mich nach Haus!

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An den Tod…

geschrieben in Poemas am 23 November 2007 - 17:08 Uhr

Friedrich Hebbel (1813-1863)

Halb aus dem Schlummer erwacht,
Den ich traumlos getrunken,
Ach, wie war ich versunken
In die unendliche Nacht!

Tiefes Verdämmern des Seins,
Denkend nichts, noch empfindend!
Nichtig mir selber entschwindend,
Schatte mit Schatten zu eins!

Da beschlich’s mich so bang,
Ob auch, den Bruder verdrängend,
Geist mir und Sinne verengend,
Listig der Tod mich umschlang.

Schaudernd dacht ich’s und fuhr
Auf und schloss mich ins Leben,
Drängte in glühndem Erheben
Kühn mich an Gott und Natur.

Siehe, da hab ich gelebt:
Was sonst, zu Tropfen zerflossen,
Langsam und karg sich ergossen,
Hat mich auf einmal durchbebt.

Oft noch berühre du mich,
Tod, wenn ich in mir zerrinne,
Bis ich mich wieder gewinne
Durch den Gedanken an dich!

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Alle Frauen sind Hexen…

geschrieben in Cuentos am 17 November 2007 - 16:42 Uhr

Das Märchen vom Drachen, der wissen wollte, was Frauen wirklich wichtig ist. Das Märchen vom Prinzen, der die Wahrheit darüber herausfand. Das Märchen von einer Frau, die eine Hexe war.
Das Märchen davon, dass letztlich alle Frauen gleich sind – nämlich Hexen!

Ein junger Prinz beschließt, Abenteuer zu suchen und einen Drachen zu töten. Er kauft sich ein Schwert und eine Rüstung und macht sich auf den Weg. In der Höhle des Drachen angekommen, sieht er sich gerade um, als er plötzlich etwas auf seiner Schulter spürt. Er dreht sich herum und vor ihm steht ein RIESIGER Drache, der einen Finger auf seine Schulter gelegt hat.

Der Drache fragt den Prinzen: “Hallo! Was machst denn Du hier?”

Prinz: “Äh – häm – also ….”

Drache: “Immer das gleiche mit den jungen Rittern. Gib’s zu, du wolltest mich töten!”

“Naja – also – ja …”

“Hör zu, das ist nicht das erste Mal. Die dummen Jünglinge kommen an und meinen, wir Drachen wären so doof, dass man uns einfach so abmurksen könnte, und dabei haben sie noch nie einen von uns gesehen. Ich mache Dir einen Vorschlag: wenn Du versprichst, Weisheit zu suchen, lasse ich Dich am Leben. Du hast von jetzt an ein Jahr Zeit, mir eine Frage zu beantworten. Wenn mich die Antwort zufrieden stellt, bekommst Du die Hälfte meines Drachenschatzes, ansonsten fresse ich Dich auf.”

“Hm – bleibt mir ja wohl nichts anderes übrig …”

“Genau. Ach ja, und komm nicht auf die Idee, abzuhauen und nie wieder zu kommen – ich finde Dich!”

“Na gut – und wie lautet die Frage?”

“Die Frage lautet: Was ist Frauen wirklich wichtig?”

Daheim angekommen, befragte der Prinz jede Frau im Schloss, was ihr wichtig sei, von der Königin bis zur einfachsten Magd. Er bekam viele Antworten wie “Schönheit”, “Reichtum”, “Macht”, “Einen lieben Mann …”. Aber zu jeder Antwort gab es auch viele Frauen, die das für völlig falsch hielten.

Er war schon am Verzweifeln, bis ihm jemand den Vorschlag machte, die alte weise Hexe im Sumpf zu befragen, die einige Tagesreisen weit weg wohnte.

Als er bei der Hexe ankam, schilderte er ihr sein Problem. Diese meinte, die Antwort zu kennen, aber um den Preis, dass er sie heiraten würde.

Da bekam der Prinz einen Riesenschreck, denn die Hexe war die hässlichste Frau, die er jemals gesehen hatte: ein Buckel, die Beine unterschiedlich lang, eine große Warze auf der Nase; sie roch fürchterlich, und ihre Stimme war ein ekelhaftes Gekrächze. Nach einiger Zeit beschloss er jedoch, dass dies gegenüber dem Drachen das geringere Übel sei und versprach, die Hexe zu heiraten, wenn der Drache die Antwort akzeptieren würde.

Daraufhin gab sie ihm ihre Antwort: “Was sich jede Frau wünscht ist, über die Dinge, die sie persönlich betreffen, selbst bestimmen zu können”.

Der Drache akzeptierte die Antwort und überließ dem Prinzen einen Teil seines Schatzes. Fröhlich ritt der Prinz nach Hause, bis er wieder an die alte Hexe dachte. Da er jedoch ein Prinz war, bleib ihm nichts übrig, als sein Versprechen einzuhalten, und die Hochzeit wurde angesetzt.

Das war ein trauriges Fest! Die Hexe sah nicht nur furchtbar aus und stank; sie hatte auch die schlechtesten Manieren, rülpste, pupste und beleidigte die Gäste. Die einen bemitleideten den Prinzen, die anderen machten sich über ihn lustig, aber jeder fand schnell eine Entschuldigung, sich verabschieden zu müssen, so dass am frühen Abend die Feier zu Ende war. Danach verabschiedete sich die Braut ins Schlafzimmer, nicht ohne dem Prinzen mitzuteilen, dass sie sich auf das, was jetzt kommen sollte, besonders freuen würde.

Der arme Prinz überlegte sehr, ob der Drache nicht doch das kleinere Übel gewesen wäre. Wie staunte er jedoch, als er das Schlafzimmer betrat und die schönste Frau im Bett lag, die er jemals gesehen hatte! Diese duftete angenehm, hatte eine schöne Stimme und erklärte ihm, dass sie sehr wohl die Hexe sei, aber als Hexe auch die Fähigkeit hätte, ihr Aussehen zu verändern, und dass sie beschlossen hätte, ihn für das gehaltene Versprechen zu belohnen. Sie wäre zukünftig am Tag die alte Hexe und in der Nacht die junge schöne Frau – oder auch genau andersherum, am Tag schön und in der Nacht die Hexe. Der Prinz könne sich heraussuchen, was ihm lieber wäre.

Der Prinz überlegte lange, was besser wäre – tagsüber eine schöne Frau, um die ihn alle beneiden würden, aber schreckliche Nächte, oder tagsüber das Gespött eines jeden zu sein und dafür die Nächte genießen zu können.

Wie hat er sich wohl entschieden?

-

Der Prinz erinnerte sich an die Frage des Drachen und antwortete schließlich, dass sie dies selbst bestimmen solle. Daraufhin freute sich die Hexe und meinte, dass der Prinz damit erst wirklich seine Weisheit bewiesen habe und sie als Belohnung nun immer dieschöne Gestalt tragen würde.

Und was ist die Moral dieser Geschichte?

-

Es ist ganz egal, ob eine Frau schön ist oder hässlich – im inneren bleibt sie doch immer eine Hexe.

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Angst…

geschrieben in Especial am 12 November 2007 - 11:43 Uhr

Den folgenden Spruch habe ich heute…
bei meinem Regenkind gefunden…
und da er so zutreffend ist…
hab ich ihn her kopiert…

||| Auch Angst hält nicht ewig an |||
|||
unter ständiger Bedrohung |||
|||
wandelt sie sich irgendwann in Gleichgültigkeit |||

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Sindri…

geschrieben in Especial, Sindri am 10 November 2007 - 0:25 Uhr

So sehnsüchtig denk ich an Dich…
so sehnsüchtig träume ich von Dir…

seh Dein strahlend Gesicht vor mir…
Deine Augen lächeln mich an…

Traumverloren tauch ich in den Seelenspiegel…
tauch in Deine Augen…
versink in Deinem Blick…

Möchte niemals aus Deinem Herzen…
möchte drin schlummern ewiglich…

Vertraue Dir sehr…
und geh mit letztem Gedanke an Dich…
zur Ruhe…

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UND LIEBE DICH SEHR MEIN KLEINER PRINZ…
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DEINE MONDROSE